... mit dem Schulhund

Unsere Schulhündin „Frida“ wird an der Jakob-Moreno-Schule eingesetzt, um die pädagogische Arbeit der Lehrer in den Bereichen Emotionalität und Sozialverhalten, Lern- und Arbeitsverhalten, Sprache und Kommunikation zu unterstützen.

Der Einsatz der Hündin Frida als Schulhund an der Jakob-Moreno-Schule wurde von der Schulleitung sowie von allen Gremien (Lehrerkonferenz, Klassenpflegschaft, Schulpflegschaft und Schulkonferenz) befürwortet und genehmigt. Frida besitzt ein überaus freundliches, ruhiges und belastbares Wesen. Sie wurde bereits im Welpenalter behutsam auf ihre Aufgaben bzw. ihre Einsatz als Schulhündin vorbereitet. Ebenso besuchte sie mit ihren Besitzern von Anfang an regelmäßig eine Hundeschule, wo sie nach 1 ½ Jahren mit Erfolg eine zertifizierte Gehorsamsprüfung abgeschlossen hat.

Ihr erster Einsatz erfolgte nach den Herbstferien des Schuljahres 2012/2013 im Alter von 10 Wochen zunächst ganz dosiert und gezielt in der Klasse der Halterin (Klasse 5/6) bzw. in den Fördergruppen (Heilpädagogisches Reiten) von Herrn Stephan an den Tagen Montag und Dienstag jeweils für ca. 2-3 Unterrichtsstunden. Die Schüler und Schülerinnen der Klasse 5/6 wurden ebenfalls im Rahmen eines Projektes auf ihre zukünftige haarige „Mitschülerin“  vorbereitet und erlernten grundsätzliche Kenntnisse über die Haltung, Pflege und Körpersprache  von Hunden und den richtigen Umgang mit ihnen.

Alle Schüler wurden und werden immer wieder darin trainiert, adäquat auf Frida zuzugehen und ihre Körpersprache richtig zu deuten. Gemeinsam mit den Schülern wurde ein Regelwerk ausgearbeitet, das allen Schülern der Schule in Wort und Bild den richtigen Umgang mit dem Schulhund erleichtert.

Erfahrungen

Bereits in den ersten Wochen zeigte sich, dass die bloße Anwesenheit von Frida in der Klasse eine besondere Atmosphäre von Entspannung, Ruhe, Fröhlichkeit und Rücksichtnahme bewirkt. Die Schülerinnen und Schüler nehmen Rücksicht auf ihre vierbeinige Klassenkameradin, zeigen Empathie und bemühen sich, die vereinbarten Regeln im Umgang mit Frida einzuhalten. Erfolgserlebnisse mit dem Hund, wie z.B. das Gelingen eines gemeinsam eingeübten Tricks oder die Erfahrung, dass Frida auf richtig gegebene Kommandos reagiert, führen zu einer deutlichen Steigerung des Selbstwertgefühls. Die Schüler identifizieren sich mit ihrer Klasse/ Schule, berichten zu Hause von ihren Erlebnissen mit Frida und haben bereits am Morgen einen positiven Schulstart, wenn sie voller Freude Frida begrüßen und von ihr schwanzwedelnd begrüßt werden.

In den Pausen gehen regelmäßig verschiedene Kinder mit Frida und Herrn oder Frau Stephan im nahe gelegenen Wald spazieren und haben in dieser Zeit die Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen und mit Frida und anderen Kindern positive Naturerfahrungen zu sammeln. In den Klassen übernehmen die Schüler und Schülerinnen Verantwortung für Frida indem sie ihr Körbchen herrichten, den Wassernapf befüllen, Frida unter Aufsicht bürsten und auch immer wieder auf eine angemessene Lautstärke und einen korrekten Umgang achten. Die Schüler und Schülerinnen lernen und trainieren auf eine selbstverständliche und sich selbsterklärende Art und Weise Rücksichtnahme, Empathie, Regelakzeptanz und Verantwortung. Das Einüben von kleinen Tricks oder einfacher Gehorsamsübungen schafft Erfolgserlebnisse, sorgt für eine entspannte und gelöste Stimmung in der Klasse und schafft nochmals einen besonders intensiven Kontakt mit Frida.

Bei einer klasseninternen Befragung gaben die Schüler unter anderem unter anderem folgendes an:

  • ich kann mich besser konzentrieren, wenn Frida in der Klasse ist
  • in der Klasse ist es ruhiger, lustiger, spannender und friedlicher, wenn Frida da ist
  • ich wünsche mir, dass Frida nächstes Jahr wieder mit in der Klasse ist

Im aktuellen Schuljahr wird Frida in den beiden Klassen der Hundehalter eingesetzt. Außerdem begleitet sie nach wie vor die Schüler und Schülerinnen der Reitgruppe. Insgesamt ist sie wöchentlich an drei Tagen in der Schule. Die bisherigen positiven Erfahrungen mit dem Einsatz eines Schulhundes bestätigten sich auch in diesem Schuljahr. Frida ist mittlerweile als Schulhund der JMS „etabliert“ und gehört für Schüler wie Lehrer selbstverständlich zum Schulbild dazu. Sie wird vor allem von jüngeren Schülern mit Freude begrüßt und gerne an der Leine in die Klasse, ins Lehrerzimmer oder zum Auto begleitet.

 
 
Ganzheitliches, kreatives und bewegtes Lernen – Hand-Werk-Lernen