Baby-Bedenkzeit

In den 9er und 10er Klassen haben bisher schon 5 „Babybedenkzeiten“ stattgefunden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dafür werden sorgfältig ausgewählt und verpflichten sich bei aller Freiwilligkeit doch zu einer verbindlichen Teilnahme. Sie nehmen mehrere Vorgespräche wahr und besorgen eigenständig als Vorbereitung schon alle benötigten Utensilien, wie Babykleidung und etwas zum Transport ihres Babys. Für dieses Projekt kann unsere Schule die Räume des Gummersbacher Jugendzentrums nutzen, damit die Schülerinnen und Schüler ungestört vom Schulbetrieb sind. Die Schulsozialarbeiterin ist jeden Morgen vor Ort und auch sonst bei Bedarf jederzeit als Unterstützung für die Schülerinnen und Schüler zur Stelle.

Die teilnehmenden Jugendlichen lernen in dem Projekt unter Anleitung einer geschulten Mitarbeiterin der Schwangerschaftsberatungsstelle „Esperanza“ und einer Hebamme an 5 Tagen hintereinander die schönen, aber auch die anstrengenden Seiten einer Babyversorgung kennen. Rund um die Uhr wickeln, füttern, betreuen und trösten sie in dieser Zeit eine computergesteuerte Babypuppe, die lebensechte Reaktionen und Bedürfnisse zeigt.

Themen wie Schwangerschaft, die Kosten eines Kindes, die eigenen Lebensplanung, regionale Beratungs- und Unterstützungsangebote für Schwangere und junge Mütter/Eltern werden in dieser Woche besprochen. Aber es wird auch thematisiert, welche negativen Folgen Drogen- und Alkoholkonsum während einer Schwangerschaft auf die Entwicklung eines ungeborenen Kindes hat.

Insbesondere jungen Mädchen soll so deutlich gemacht werden, dass eine frühe Schwangerschaft in der Regel immer für einen gravierenden Rückschritt in der (schulischen/beruflichen) Lebensbiografie sorgt, der später nur mit viel Anstrengung nachgeholt werden kann.

Ziel dieses Projektes ist es daher, dass die Jugendlichen eine realistische Einschätzung der Anforderungen an eine Elternschaft entwickeln und die daraus folgende Entscheidung treffen können, wann der womöglich richtige Zeitpunkt für eine eigene Familiengründung sein könnte.

 

 
 
Ganzheitliches, kreatives und bewegtes Lernen – Hand-Werk-Lernen