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Ungewöhnlicher Geschichtsunterricht

Eine besondere Geschichtsstunde erlebten die Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 am 25.März 2011. Der 87-jährige Karol GDANIETZ aus Polen war zu Gast und berichtete den gespannt und betroffen  lauschenden Schülern über sein Überleben unter den Nationalsozialisten. Durch seine freundliche und ansprechende Erzählweise gelang es ihm schnell Scheu abzubauen. Mit 15 ½ wurde er aus nichtigen Gründen verhaftet und verbrachte mehr als vier Jahre in den Konzentrationslagern Stutthof und Sachsenhausen. Unter unmenschlichen Bedingungen, ständig den Tod vor Augen, gelang es ihm zu überleben.

Über eine Stunde erzählte Karol GDANIETZ und beantwortete anschließend geduldig die Fragen der Schüler, die sich im Vorfeld mit dem Thema Verfolgung und Ermordung in der NS-Zeit beschäftigt hatten.

Ein  anrührendes Erinnerungsstück durften die Schüler anschließend anschauen: Ein handgeschriebenes Liederbuch, das ihn durch diese Zeit begleitete und ihm und seinen Mitgefangenen Mut machte.

Besonders beeindruckt waren die Schüler über seine Aussage, dass er keinerlei Hass gegenüber Deutschland und den Deutschen empfinde. Wenn seine Erfahrungen ein Stück dazu beitragen könnten, dass sich so etwas nicht wieder ereigne, sei er zufrieden.

Mit langem Applaus bedankten sich die Schüler bei Karol GDANIETZ für seinen bewegenden Vortrag.

(THO)


 
 
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